Apple versucht, die wachsenden kartellrechtlichen Bedenken in Deutschland zu zerstreuen, indem es die Funktionsweise von App Tracking Transparency anpasst. Das Unternehmen plant, den Text und das visuelle Design der ATT-Einwilligungsaufforderung zu ändern, während der Datenschutz intakt bleibt. Deutschland will wissen, ob diese Änderungen die seit langem bestehenden Beschwerden von Publishern und Werbetreibenden ausräumen, die sagen, dass das derzeitige System den Zugang zu Nutzerdaten einschränkt.
Reuters berichtete, dass die deutsche Kartellbehörde nun Apples Vorschläge prüft. Die Aufsichtsbehörden sammeln Rückmeldungen von Mediengruppen, Verlagen und anderen Agenturen, um zu verstehen, ob Apples aktualisierte Aufforderungen ein faireres Umfeld schaffen.
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Apple teilte Reuters mit, dass es sich auf Wunsch Deutschlands bereit erklärt habe, die Aufforderung zu überarbeiten. Das Unternehmen sagte, es werde neutrale Einverständniserklärungen sowohl für seine eigenen Dienste als auch für Apps von Drittanbietern einführen und die Formulierung und das visuelle Design aller Aufforderungen angleichen. Apple sagte, es glaube, dass „Datenschutz ein grundlegendes Menschenrecht ist“ und bestätigte, dass es weiterhin einen starken Schutz für die Nutzer verteidigen werde.
Die deutsche Untersuchung geht auf das Jahr 2022 zurück, als Werbetreibende Apple beschuldigten, sich einen unfairen Vorteil zu verschaffen. Das Bundeskartellamt erklärte Anfang des Jahres, dass Apple es Entwicklern erschwert habe, auf werbebezogene Daten zuzugreifen. Frankreich verhängte gegen Apple ebenfalls eine Geldstrafe für Teile seines Tracking-Frameworks, was den Druck in ganz Europa erhöhte.
Was Deutschland testet
Andreas Mundt vom Bundeskartellamt sagte, Apple werde neutrale Einverständniserklärungen sowohl für seine eigenen Dienste als auch für Apps von Drittanbietern einführen. Das Unternehmen werde auch die Sprache, das Layout und das Gesamtdesign dieser Aufforderungen angleichen. Infolgedessen sollten es Entwickler einfacher finden, die Erlaubnis für werbebezogene Daten in einer Weise anzufordern, die den lokalen Datenschutzbestimmungen entspricht.
Deutschland bezieht die Bundes- und Landesdatenschutzbehörden in die Überprüfung ein. Die Aufsichtsbehörden sind jedoch weiterhin besorgt über einen wichtigen Punkt. Apple plant, die Werbewirksamkeit, die so genannte Attribution, weiterhin zu messen, ohne die Nutzer vorher zu fragen. Die Behörden sagen, dass dies Drittanbieter weiterhin benachteiligen könnte, weshalb sie dies vor einer endgültigen Entscheidung genau prüfen werden.
Eine endgültige Entscheidung wird getroffen, nachdem Deutschland den Markttest abgeschlossen und alle Rückmeldungen geprüft hat.
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