Warren Buffett verkauft schnell Apple-Aktien, hier sind die wahren Gründe

Bank of America boosts Apple Stock Price Target to $320 before Q4 report

Warren Buffetts lange Beziehung zu Apple ändert sich schnell. Fast zehn Jahre lang war Apple das Herzstück von Berkshire Hathaways Portfolio. Doch das Tempo der jüngsten Aktienverkäufe zeigt eine klare Verschiebung. Investoren wollen nun wissen, warum Buffett, einst Apples größter Befürworter, seine Beteiligung so aggressiv reduziert.

Dieser Trend erregte Aufmerksamkeit, nachdem Berichte von Yahoo Finance hervorhoben, wie Berkshire in sechs der letzten acht Quartale Apple-Aktien verkauft hat. Die Position ist immer noch Berkshires größte Beteiligung, doch das Muster wirkt beabsichtigt. Mit jeder Quartalsmeldung wird die Botschaft klarer. Buffett zieht sich zurück, er steht nicht still.

Buffett ist nervös wegen des heutigen Marktes

Buffett verkauft nicht nur Apple. Er reduziert mehrere große Positionen. Gleichzeitig sitzt Berkshire auf dem größten Bargeldbestand aller Zeiten. Derzeit liegt fast ein Drittel von Berkshires Marktwert in bar, was ungewöhnlich ist, da Buffett normalerweise ungern große ungenutzte Reserven hält. Er hat oft gesagt, dass zu viel Bargeld ihn unbehaglich macht, weil es mit der Zeit an Wert verliert.

Dieser Wandel sagt dir etwas Wichtiges. Buffett sieht Marktbewertungen, die sich zu hoch anfühlen. Aktien werden durchweg zu Niveaus gehandelt, die in den letzten Jahrzehnten selten zu sehen waren. Da der S&P 500 weit über den typischen Gewinnmultiplikatoren liegt, scheint er nicht bereit zu sein, Berkshires Bargeld für Unternehmen auszugeben, die er für überteuert hält.

In diesem Umfeld passt der Verkauf von Apple in einen größeren Plan. Apple ist Teil einer breiteren Sorge um überzogene Bewertungen, kein Einzelfall. Seine Vorsicht spiegelt seine Überzeugung wider, dass es schwierig ist, gute Geschäfte zu finden, wenn die Märkte teuer erscheinen.

Apple sieht nicht mehr wie ein klassischer Value-Kauf aus

Apple einigt sich mit der EPA wegen Verstößen gegen Gefahrstoffvorschriften in kalifornischer Anlage

Apple sah ganz anders aus, als Buffett es 2016 zum ersten Mal kaufte. Damals war seine Bewertung bescheiden. Die Aktien wurden unter dem Dreifachen des Umsatzes und zu einem Kurs-Gewinn-Verhältnis von unter zwölf gehandelt. Das machte Apple zu einer klassischen Buffett-Wahl. Es war einfach, profitabel und unterbewertet.

Jetzt hat sich das Bild geändert. Apple wird über dem Zehnfachen des Umsatzes und zu einem Kurs-Gewinn-Verhältnis von fast vierzig gehandelt. Seine Marktkapitalisierung ist ebenfalls auf über vier Billionen Dollar gestiegen. Wenn das Unternehmen größer wird, verlangsamt sich seine Fähigkeit, hohes Wachstum zu liefern, natürlich. Die Einnahmen stiegen einst stetig um zehn Prozent oder mehr. Jetzt ist das Wachstum viel schwächer und manchmal negativ. Selbst die erwarteten Gewinne dieses Jahres bleiben hinter Apples früherer Leistung zurück.

Diese Verlangsamung ist wichtig, weil die Aktie dieses geringere Wachstumstempo nicht mehr widerspiegelt. Investoren zahlen immer noch einen Aufschlag, als ob Apple schnell expandieren würde. Buffett kennt den Unterschied zwischen einem großartigen Unternehmen und einer großartigen Investition. Apple bleibt ein starkes Unternehmen, aber die Aktie bietet nicht mehr den gleichen Wert wie früher.

Buffett gibt Apple nicht auf, weil er an seinen Produkten oder seiner Führung zweifelt. Er reagiert auf einen überhitzten Markt und eine überzogene Bewertung. Apple ist immer noch ein Qualitätsunternehmen, aber es passt nicht mehr zur Definition einer Wertanlage. Du siehst ihn jetzt so reagieren, wie er es immer getan hat. Er schützt Berkshires Bargeld, wartet auf bessere Preise und hält an seiner Disziplin fest.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.