Es folgen Spoiler zu Folge 5 von Monster: The Lizzie Borden Story. In dem Drama von Netflix führen Lizzie und Maggie Andrew Bordens Mord gemeinsam aus: Maggie setzt den ersten Hieb, dann beteiligt sich Lizzie an dem Angriff. Die Sequenz vollendet die erfundene Zwei-Personen-Erklärung der Serie für die Borden-Morde.
Die Folge ist als Drehbuchinterpretation zu lesen. Der Endguide von Netflix erklärt, dass die Serie von der Idee ausgeht, dass Lizzie und Maggie sich nahestanden und dass Maggie beteiligt gewesen sein könnte. Es wird nicht behauptet, dass ihre Inszenierung den historischen Fall klärt.
- Veröffentlichungsdatum: 17. September 2026
- Folge: Staffel 1, Folge 5
- Genre: Historisches Krimidrama
- Streaming auf: Netflix
Maggie beginnt den zweiten Mord
Nachdem die Serie Folge 4 Abbys Tod widmet, wendet sich Folge 5 Andrew zu. Netflix beschreibt, dass Maggie den ersten Hieb gegen Andrew ausführt, während Lizzie danach weitermacht. Die Aufteilung der Handlung ist bewusst gewählt: Sie zeigt das Paar als Mittäterinnen, nicht als eine Mörderin und eine Zuschauerin.
Don’t miss the best of The Mac Observer
Set us as a preferred source and our Apple reporting ranks higher in your Google Search results and Discover feed — one tap, no account changes.
Die Serie verbindet Andrew zudem mit Maggies früherer ausbeuterischer Beziehung zu ihm. Das verleiht der Folge ein Motiv, das die historische Überlieferung nicht mit Sicherheit liefern kann, und fügt den zweiten Mord in die emotionale Logik ein, die die Staffel zwischen den beiden Frauen aufgebaut hat.
Die Sequenz macht die Partnerschaft zu ihrer Antwort
Die gemeinsame Rolle von Lizzie und Maggie ist die zentrale Änderung in der Darstellung des Dramas. Die Serie lässt das Publikum nicht mit einem unbekannten Täter oder einem Gerichtsrätsel zurück. Sie bietet innerhalb ihrer eigenen Erzählung eine klare Antwort und nutzt das Bündnis der beiden, um zu erklären, wie die Gewalt im Haushalt zu einer koordinierten Tat wird.
Diese Gewissheit ist auch der Grund, warum die Folge den vorangegangenen Aufbau braucht. Mit Abbys Tötung haben sich beide Frauen bereits auf den Plan festgelegt. Andrews Rückkehr macht aus dieser Festlegung den Moment, in dem sie gemeinsam handeln müssen, statt weiter eine Flucht aus dem Haus der Bordens zu imaginieren.
Die Sequenz erklärt auch, warum das Drama die beiden Angriffe auf zwei Folgen verteilt. Folge 5 spielt nicht dasselbe Ereignis noch einmal ab. Sie fragt, was geschieht, wenn die erste Gewalttat eine zweite unvermeidlich erscheinen lässt, während die Figuren sich zugleich mit deren menschlichem Preis auseinandersetzen.
Diese Eskalation verleiht der Stunde ein düsteres Gefühl der Endgültigkeit.
Die endgültige Antwort bleibt die von Netflix, nicht die der Geschichte
Die historische Lizzie Borden wurde freigesprochen, und kein Gericht hat festgestellt, dass sie und Bridget Sullivan Andrew und Abby getötet haben. Die Entscheidung der Serie, Maggie in den Raum zu stellen und ihr den ersten Schlag zu geben, gehört zu dieser Dramatisierung – einschließlich ihrer spekulativen Romanze und ihres erfundenen emotionalen Kontexts.
Diese Trennung macht die Szene der Folge als Erzählung nicht weniger wichtig. Sie sagt den Zuschauern genau, was diese Monster-Staffel für geschehen hält, und wahrt zugleich den Unterschied zwischen einem Fernsehfazit und einer ungeklärten historischen Überlieferung. Macht die Gewissheit der Serie ihr Ende wirkungsvoller? Teilen Sie Ihre Gedanken in den Kommentaren.

Discussion