Der neue S11-Chip der Apple Watch: Was sich im Silizium geändert hat und was nicht

Apple Watch Series 12 2up
Image: Apple

Apple Watch Series 12 und Apple Watch Ultra 4 werden beide mit dem S11 ausgeliefert, einem Chip, den Apple als seinen bislang leistungsstärksten Wearable-Chip bezeichnet und der die erste neue Apple-Watch-Chip-Familie seit dem S9 im Jahr 2023 darstellt. Die Apple Watch Series 12 und die Apple Watch Ultra 4 kommen am Freitag, 18. September, in den Handel.

Apple Watch Ultra 4 Hero-Bild
Die Apple Watch Ultra 4 nutzt denselben S11-Chip wie die Apple Watch Series 12. Bild: Apple

Das meiste, was über den S11 geschrieben wurde, beschreibt, was er ermöglicht: Audio Intelligence, Siri AI, schnelleres Health-Sampling im Hintergrund. Weniger Quellen beschreiben den Chip als Hardware. Dieser Beitrag lässt die Funktionsliste daher beiseite und wirft nur einen Blick darauf, was Apples Seiten mit den technischen Daten über das Silizium selbst aussagen – einschließlich der Zahlen, die unverändert übernommen wurden.

Die wichtigsten Kennzahlen

ElementWert
ChipS11, 64-Bit-Dual-Core-Prozessor
Neural Engine4 Kerne
Speicher64 GB
SicherheitsfunktionSecure Exclave, ein hardwareisoliertes Kompartiment für die Audioverarbeitung auf dem Gerät
Verwendet inSowohl Series 12 als auch Ultra 4
Apple Watch Series 12 2up
Der S11 wird von Apple als sein leistungsstärkster Wearable-Chip beschrieben. Bild: Apple

Drei Generationen mit einem Chip, dann ein neuer

Apples eigene Seiten mit den technischen Daten zeigen, dass der S10-Chip im Jahr 2024 die Series 10 antreibt und danach im Jahr 2025 die Series 11, die Apple Watch SE 3 und die Ultra 3 – drei Produktgenerationen in Folge mit demselben Chip-Design. Der S11 durchbricht diese Reihe in diesem Jahr für Series 12 und Ultra 4. Damit ist 2026 das erste Mal seit dem Debüt des S9 in der Series 9, dass Apple seine Apple-Watch-Produktlinie auf eine neue Chip-Familie umstellt, statt die bisherige auf ein weiteres Produkt auszuweiten. Auch die Apple Watch SE 3 läuft laut ihrer eigenen Seite mit den technischen Daten mit dem S10-Chip, und Apples Ankündigungen zu Series 12 und Ultra 4 erwähnen keine S11-Version der SE-Linie. Ob Apples Einstiegsuhr auf den neuen Chip umsteigt, hat Apple in diesem Jahr also weder in die eine noch in die andere Richtung erklärt.

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Apple Watch Series 12 Live Rewind
Die Secure Exclave des S11 ist die Hardware-Komponente hinter den Audiofunktionen auf der Uhr. Bild: Apple

Was die Secure Exclave als Silizium-Baustein hinzufügt

Apple beschreibt den S11 so, dass er eine Secure Exclave enthält, die das Unternehmen als hardwareisoliertes Kompartiment für die Audioverarbeitung auf dem Gerät bezeichnet und durch die Daten nach der Verarbeitung sofort gelöscht werden. Die Unterscheidung, die Apple trifft, ist architektonischer Natur: Es handelt sich um eine im Chip selbst eingebaute Grenze, nicht um eine Einstellung oder eine Software-Berechtigung, die sich abschalten ließe. Sie ist der Teil des S11, auf dem Apples Audio-Intelligence-Funktionen – Sound Recognition, Live Rewind, Siri Recap und die Shazam-artige Erkennung – aufsetzen. Apples eigene Beschreibung der Secure Exclave beschränkt sich allerdings darauf, was sie isoliert, und geht nicht darauf ein, wie groß das Kompartiment ist oder wie es gefertigt wird.

Die unveränderten Werte

SpezifikationS9 / S10-GenerationS11 (2026)
Neural-Engine-Kerne4 Kerne4 Kerne
Speicher64 GB64 GB
CPU-Architektur64-Bit-Dual-Core64-Bit-Dual-Core

Apples technische Daten zur Series 9, Ultra 2, Series 10 und Series 11 führen alle eine 4-Kern-Neural-Engine und 64 GB Speicher auf, und auch die technischen Daten zu Series 12 und Ultra 4 nennen für den S11 dieselben beiden Werte. Dass eine neue Chip-Familie mit derselben öffentlich genannten Kernanzahl und derselben Speicherobergrenze wie ihr Vorgänger erscheint, hebt Apple nicht direkt hervor. Das bedeutet: Die beworbenen Fortschritte des S11 liegen auf Apples eigenen Seiten in der Effizienz, dem Always-On-Prozessor und der neuen Secure Exclave – nicht in den Kernzahlen, die Apple veröffentlicht.

Was Apple nicht gesagt hat

Apple hat für den S11 weder Transistoranzahl, Fertigungsknoten, Taktrate noch Die-Größe veröffentlicht – Angaben, die das Unternehmen auch bei jedem früheren Apple-Watch-Chip zurückhält. Es hat nicht angegeben, wie viel schneller die CPU oder die GPU des S11 im Vergleich zum S10 in irgendeinem von Apple genannten Benchmark ist, und es hat weder die physische Größe noch die Position der Secure Exclave innerhalb des Chip-Gehäuses beschrieben. Diese Lücken bedeuten, dass jeder Leistungsvergleich über das hinaus, was Apple zu bestimmten Funktionen angibt, von diesem Artikel oder von Apples eigenen Seiten noch nicht gestützt werden kann.

Die Apple Watch Series 12 und Ultra 4 sind ab sofort vorbestellbar und kommen am Freitag, den 18. September, in die Läden – mit watchOS 27 ab Werk.

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