Warum Apples neues iPhone-Duo mehr kostet als ein Basis-MacBook Air

iPhone Duo shown open and closed in two colors
iPhone Duo in star white and night sky. Image: Apple

Apple hat kürzlich sein erstes Falt-Handy auf den Markt gebracht, und der hohe Preis sorgt für Aufsehen. Mit 1.999 US-Dollar trägt das neue iPhone Duo ein Preisschild, das ein brandneues MacBook Air mühelos übertrifft. Käufer fragen sich natürlich, wie ein Handy, das in eine Tasche passt, doppelt so viel kosten kann wie ein Laptop. Die Antwort liegt in neuer Technik, teuren Rohstoffen und den schieren Kosten, einen Faltbildschirm in ein winziges Metallgehäuse zu integrieren.

GerätUS-BasispreisBildschirmgrößeFormfaktor
iPhone Duo$1.9997,6 Zoll faltbarTaschen-Hybrid
MacBook Air (13-inch M5)$1.29913,6 ZollStandard-Laptop
MacBook Air (15-inch M5)$1.49915,3 ZollGrößerer Laptop

Ein Scharnier mit über hundert winzigen Metallteilen bauen

Ein Stück Glas zu falten ist schwierig, aber es flach und gestützt zu halten, ist noch schwieriger. Apple hat für sein iPhone Duo ein brandneues Scharnier mit mehr als 100 Einzelteilen gebaut. Dieses komplexe System steuert, wie sich das Handy öffnet und schließt, und stützt dabei die Mitte des Faltdisplays.

Um sicherzustellen, dass dieses Scharnier bei täglicher Nutzung nicht bricht, besteht es aus Titan der Güteklasse 5. Dies ist ein sehr teures Metall, das spezielle Werkzeuge zur Formgebung erfordert. Ein normales Laptop-Scharnier ist groß und kostengünstig herzustellen. Ein Falt-Handy-Scharnier muss unsichtbar bleiben, stabil sein und in die Hand passen.

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Zehn ultradünne Schichten für ein Falt-Display stapeln

Die Hauptattraktion ist das 7,6 Zoll große Innendisplay. Dies ist das größte Display aller iPhones und 50 Prozent größer als das Display eines iPhone Ultra oder Pro Max.

Aber dies ist nicht einfach eine normale Glasscheibe. Das Innendisplay stapelt zehn sehr dünne Schichten, darunter Weitwinkel-OLED-Panels und eine speziell angefertigte Polymer-Abdeckung, die 40 Prozent steifer als üblich ist. Spezielle Klebstoffe lassen diese Schichten beim Schließen des Geräts wie Buchseiten aneinander vorbeigleiten. Dadurch wird verhindert, dass der Bildschirm die Belastung der Biegung aufnimmt. Die Herstellung dieser individuellen Mischung aus Teilen kostet deutlich mehr als das einzelne LCD- oder OLED-Panel, das man in einem Standard-MacBook sieht.

Zwei Akkus und einen Laptop-Chip auf kleinem Raum unterbringen

Wenn man Computerteile so verkleinert, dass sie in eine Tasche passen, steigt der Preis sprunghaft an. Das Duo läuft mit dem A20-Pro-Chip. Dieser 2-nm-Prozessor bietet mehr reine Rechenleistung als viele Desktop-Computer.

Da das Handy in der Mitte gefaltet wird, ist kein Platz für einen großen Akku vorhanden. Stattdessen verwendet es zwei separate Akkus, einen in jeder Hälfte des Handys. Ein komplexes Stromversorgungssystem sorgt dafür, dass diese beiden Akkus als Team zusammenarbeiten. Diese Konfiguration ermöglicht bis zu 31 Stunden Videowiedergabe auf dem großen Innendisplay. Eine solche Energieverwaltung erfordert hochentwickelte Technik, die ein MacBook Air nicht benötigt, da Laptops genügend Platz für einen einzigen großen Akku haben.

Mit Titan-Rahmen und Spezialglas an die Grenzen gehen

Anders als ein Laptop wird ein Handy fallen gelassen, in Taschen geworfen und mit Wasser bespritzt. Das Duo hat die Schutzart IP68 für Wasser- und Staubbeständigkeit, was bei einem Gerät mit beweglichen Teilen schwer zu erreichen ist. Der äußere Rahmen besteht aus Titan in Luft- und Raumfahrtqualität, und die vordere Abdeckung verwendet Ceramic Shield 2 für hohe Kratzfestigkeit.

All diese hochwertigen Materialien summieren sich schnell. Während Laptops einfache Aluminiumgehäuse verwenden, benötigt ein Falt-Handy eine Mischung aus Titan, speziellem Faltglas und dicht gepackten internen Chips. Das macht das Endprodukt zu einer großen Investition.

Der Preis von 1.999 US-Dollar zeigt, dass es sich um ein äußerst hochwertiges Gerät für Early Adopters handelt, die die leistungsfähigste verfügbare Technik wünschen. Es packt das Gehirn eines High-End-Computers und ein riesiges Faltdisplay in ein Gehäuse im Taschenformat. Etwas so Dichtes und Langlebiges zu bauen, kostet derzeit einfach viel Geld. Bis der Herstellungsprozess in den nächsten Jahren billiger wird, bleiben Falt-Handys an der Spitze der Preisskala.

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