Apple hat für die Hauptkamera des iPhone 18 Pro vier Blendenstufen veröffentlicht – f/1,48, f/1,8, f/2,8 und f/4,0 –, eine Lamellenzahl von sechs und das Versprechen, dass das Telefon selbstständig zwischen ihnen wählen kann. Wie sich all das verhält, hat Apple nicht veröffentlicht, und niemand außerhalb von Apple hat mit der Kamera ein Foto aufgenommen.
Diese Lücke sollte vor der Marktstartwoche kartiert werden, denn die variable Blende ist die wichtigste Neuerung dieser Kamera und zugleich der Punkt, den ein Datenblatt am schlechtesten beschreibt. Hier sind die sechs weiterhin offenen Fragen und das, was Apple zu jeder einzelnen davon tatsächlich gesagt hat.
iPhone 18 Pro Blende: Die wichtigsten Fakten
| Merkmal | Was Apple veröffentlicht |
|---|---|
| Blendenstufen | f/1,48, f/1,8, f/2,8, f/4,0 |
| Mechanik | Sechs lasergeschnittene Lamellen |
| Kamera | 48-MP-Fusion-Hauptkamera, 24 mm, bei beiden Pro-Modellen |
| Manuelle Steuerung | Blende und Verschlusszeit in den Pro-Bedienelementen, mit Weißabgleich und einem Histogramm |
| Von Apple genannte Automatikszenen | Schwachlicht, Porträts, Gruppenfotos |
| Erste unabhängige Tests möglich | Freitag, 18. September |
Wo Apples Datenblatt aufhört
| Frage | Was Apple veröffentlicht hat | Was fehlt |
|---|---|---|
| 1. Gibt es Blendenstufen zwischen den vier Werten? | Eine Spanne von f/1,48 bis f/4 in der Ankündigung, vier Werte auf der Datenblattseite | Keine Angabe zu Zwischenpositionen |
| 2. Wie lange hält die Mechanik? | Sechs lasergeschnittene Lamellen | Keine Angaben zu Schaltzyklen, Haltbarkeit oder Reparatur |
| 3. Kann sich die Blende während einer Videoaufnahme bewegen? | Automatische Anpassung allgemein für Fotos und Videos beschrieben | Ob eine Blendenstufe nach dem Start der Aufnahme gesperrt wird |
| 4. Was kostet f/4,0 bei schlechtem Licht? | Vier Blendenzahlen | Verschlusszeit- und ISO-Bereiche bei jeder Blendenstufe |
| 5. Bleibt die Schärfe am geschlossenen Ende erhalten? | Nichts | Sensorgröße, tatsächliche Brennweite, optische Daten |
| 6. Was speichert die Datei? | Apple Reference Image signiert Sensordaten bei der Aufnahme | Ob die gewählte Blendenstufe gespeichert oder angezeigt wird |
Die Zahl, die niemand kennt: Wie lange die Lamellen halten
Dies ist das erste bewegliche Teil, das Apple in den Strahlengang einer iPhone-Kamera eingebaut hat – an einem Gerät, das Menschen Dutzende Male am Tag nutzen. Wenn sich die Blende automatisch anpasst, bewegen sich die Lamellen ungefragt.
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Apple hat weder eine Zyklenangabe noch einen Service-Hinweis noch einen Preis für die Reparatur der Hauptkamera bei einem der beiden Modelle veröffentlicht. Das Telefon ist nach IP68 bis 6 Meter für 30 Minuten zertifiziert, aber das beschreibt das versiegelte Gehäuse und nicht die Lamellenbaugruppe im Inneren.
Was f/4,0 vom Rest der Kamera verlangt
Beim Schließen von f/1,48 auf f/4,0 gehen etwas weniger als drei Blendenstufen Licht verloren. Eine Kamera hat drei Möglichkeiten, das auszugleichen: eine längere Belichtungszeit, eine höhere Empfindlichkeit oder mehr Bilder, die in der Bildverarbeitung gestapelt werden. Apple hat weder einen Verschlusszeitbereich noch einen ISO-Bereich noch eine Beschreibung davon veröffentlicht, welchen Hebel der Automatikmodus zuerst zieht.
Der A20 Pro und seine duale 16-Kern-Neural-Engine übernehmen die Verarbeitungsseite dieser Antwort, und Apple hat den Chip weitaus präziser beziffert als die Kamera. Optisch betrachtet sind enge Blendenöffnungen bei kleinen Sensoren zudem der Bereich, in dem Beugung zum Tragen kommt, und Apple hat für keine Blendenstufe Schärfedaten veröffentlicht; das schmale Ende dieses Bereichs ist deshalb der Teil, den Tests erst klären müssen.
Die Behauptungen, die an keine Bedingungen geknüpft sind
In Apples Kamera-Kommunikation tragen vor allem zwei Angaben die Aussage: rund 50 Prozent bessere Low-Light-Leistung und die Beschreibung der Hauptkamera als fortschrittlichste, die Apple je gebaut hat. Keine der beiden Angaben kommt mit einer Testmethode, einem Vergleichsmodell im selben Satz oder einer Szenenbeschreibung daher.
Apple datiert seine Akkutests zwar auf Juli 2026 mit Vorserengeräten, veröffentlicht aber keinen vergleichbaren Hinweis für die Kamera. Gegenüber dem iPhone 17 Pro mit seiner festen f/1.78-Hauptkamera bringt die größte neue Blendenöffnung etwa eine halbe Blendenstufe mehr Licht – das ist der einzige Teil der Low-Light-Geschichte, der sich auf dem Papier überprüfen lässt.
Was Apple nicht gesagt hat
- Ob Kamera-Apps von Drittanbietern eine Blendenstufe auswählen können.
- Ob die aktuell verwendete Blende im Sucher angezeigt oder in den Metadaten eines Fotos gespeichert wird.
- Ob der Mechanismus beim Bewegen ein Geräusch macht.
- Ob manuell gewählte Blendenstufen beim Wechseln der App erhalten bleiben oder auf Automatik zurückgesetzt werden.
- Eine Schritt-für-Schritt-Anleitung zu den Pro-Steuerungen, für die es noch kein Support-Dokument gibt.
Bis dahin ist die ehrliche Position die, die Apples eigene Spezifikationen stützen: vier Blendenstufen, sechs Lamellen, ein Objektiv.
Die Vorbestellungen starten am Samstag, 12. September, um 5 Uhr morgens PT; iOS 27 und seine Pro-Steuerungen erscheinen am Montag, 14. September, kostenlos; die ersten Geräte erreichen die Käufer am Freitag, 18. September.
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